Pressemitteilung zum Behördenfunk mit TETRA-Standard vom 27.02.2011
Pressemitteilung zum Thema BOS-Behördenfunk im Landkreis Bayreuth mit dem Digitalfunkstandard TETRA
Die GRÜNEN im Kreisverband Bayreuth-Land betrachten die Einführung des digitalen Behördenfunks für BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) aus verschiedenen Blickwinkeln im Hinblick auf mögliche Gesundheitsgefährdungen der Bevölkerung.
Die Funkfrequenzen des TETRA-Behördenfunks liegt zwischen 380-395 MHz. Diese befinden sich zwischen unseren früheren analogen Fernsehsenderfrequenzen VHF und UHF. Nachdem das Fernsehen über Jahrzehnte ohne große Auffälligkeiten ausgestrahlt wurde, kann man davon ausgehen, dass der digitale BOS-Funk auch unproblematisch sein wird, meint Vorstandssprecherin Renate van de Gabel-Rüppel.
Zusätzlich für BOS-Funk spricht die geringere Sendeleistung des digitalen Behördenfunks in Bezug zu den ehemaligen analogen Fernsehsignalen.
Knackpunkt an der ganzen Sache ist die Entfernung der Sendemasten zur Wohnbebauung und die fehlende Informationspolitik der Behörden.
Die Dichte der elektromagnetischen Wellen nimmt mit zunehmender Entfernung vom Sender stark ab. Eine vermehrte, ablehnende Haltung in Teilen der Bevölkerung kommt von den aufgezwungenen Sendemaststandorten in unmittelbarer Nähe der Gemeinden. Hier muss ein Umdenken der zuständigen Behörden stattfinden. Die Positionen der Sender müssen frühzeitig im Einvernehmen mit der Bevölkerung und den ansässigen Gemeindevertretern in ausreichender Entfernung zur Wohnbebauung bestimmt werden.
Die Grünen im Landkreis Bayreuth sehen die Einführung des digitalen Behördenfunks als notwendig an, wollen aber ein Mitspracherecht der Bevölkerung bei der Positionierung der Sendemasten.
Bezüglich der Gefährdung durch Funkstrahlen im eigenen Haus sollten sich die Menschen überlegen, ob sie sich freiwillig zusätzliche Funkquellen wie WLAN, schnurlose Telefone und Mobiltelefone zumuten wollen, bemerkt Johannes Hofmann vom Kreisvorstand. Mit der Verbindung des Computers und des Telefons per Kabel an die jeweilige Anschlussdose werden die beiden erstgenannten Strahlungsquellen vermieden. Ob man unbedingt und ständig ein Mobiltelefon mit einer Abstrahlleistung von bis zu zwei Watt nutzen will, liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen.
Des Weiteren gibt es sicher Menschen, die empfindlicher als andere auf elektromagnetische Wellen reagieren. Auf unserer Internetseite www.gruene-bayreuth-land befindet sich zum Thema „Abschirmung im persönlichen Umfeld gegen Elektrosmog“ ein Link zum Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.





