Pressemitteilung zum CSU-Umweltpreis KV Forchheim an Windkraftgegner vom 03.10.2010

Pressemitteilung zur Verleihung der Karl-Eugen-Koehl-Umwelt-Verdienstmedaille vom CSU-Kreisverband Forchheim an den Windkraftgegner Helmut Pfefferle

Bericht vom 25.09.10 (Kämpfer gegen Windräder) in den Nordbayerischen Nachrichten

 

Die GRÜNEN im Kreisverband Bayreuth-Land betrachten die Umwelt-Preisverleihung der CSU an den Windkraftgegner Helmut Pfefferle als Zynismus und Provokation. Der Schutz der Natur, insbesondere des Naturparks Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst, vor dem drohenden Klimawandel, kann nur mit Hilfe der erneuerbaren Energien erfolgen. Die vergleichsweise geringen Auswirkungen von Windrädern auf die Umgebung stehen in keiner Relation zu den Auswirkungen der kommenden Klimaerwärmung. Die Aussage von Helmut Pfefferle, er hätte nichts gegen alternative Energien, nur nicht in der fränkischen Schweiz, ist ein rein egoistisches Motiv, das an das St. Florian Prinzip angelehnt ist. Ein Niedersachse oder Thüringer findet seine Heimat auch schön und trotzdem werden in anderen Bundesländern viele Windräder gebaut, weil die Bevölkerung deren Notwendigkeit erkannt hat. Hier sollte mehr Solidarität unter den Bundesländern vorherrschen. Eine akkurate Politik wäre z.B. gewesen: Man sucht wenige Standorte für Windkraftanlagen und bebaut diese mit mehreren Einheiten. Dadurch wird eine „Verspargelung“ der Landschaft vermieden. Desweiteren gibt es bereits umweltbelastete Flächen, wie z. B. den Veldensteiner Forst, durch den die A9 führt.

 

Fazit: Die CSU hält entgegen ihrer Versprechen weiterhin an Stromerzeugung mit veralteter Technik, wie Atom- und Kohlestrom fest. Umweltminister Söders Versprechen, den Windenergieanteil an der Stromerzeugung auszubauen, war wohl eine Farce, wenn er seine Staatssekretärin Melanie Huml zu dieser Umweltpreisverleihung schickte. Die CSU will die Atomstromerzeuger vor den regenerativen Energien schützen. Sie sollte dabei aber an das St. Florian-Prinzip denken, der Atommüll muss natürlich woanders hin, am besten nach Gorleben in Niedersachsen.