Pressemitteilung zu Bürger/ Kommunengenossenschaften "Erneuerbare Energien" vom 30.06.2011
Regionale Energiekonzepte und lokale Bürger-Genossenschaften
Der Ausstieg aus der riskanten Atomenergie ist inzwischen auch bei denen angekommen, die sich in den letzten 30 Jahren vehement dagegen sträubten. Die Grünen, die seit Beginn ihres Bestehens dieses Thema ganz oben in ihrem Programm hatten, werden sich jetzt nicht zurücklehnen. Denn mit dem Ausstieg aus der monopolistischen Atomenergiewirtschaft muss zeitgleich ein zukunftsfähiger und nachhaltiger Einstieg in die regenerativen Energieformen geschehen. Deutschland kann bei einer entsprechenden politischen Weichenstellung schon in weniger als 10 Jahren mit 100% regenerativer Energie versorgt werden und zusätzlich Strom exportieren. Dieser wichtige Einstieg muss aber eine starke regionale Komponente beinhalten, zum anderen in möglichst breite Hände gegeben werden, damit alle Menschen der Region davon profitieren, meint Vorstandssprecher Johannes Hofmann.
Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass die zukünftige regenerative Energieerzeugung weniger von monopolistischen Konzernen gelenkt wird, die wiederum nur zu leicht die Wirtschaft und die Politik dadurch lenken kann, sondern viel mehr von den Kommunen und BürgerInnen selbst getätigt wird. Die Wertschöpfung aus der regionalen Energieerzeugung soll auf diese Weise auch in der Region bleiben, den BürgerInnen und Kommunen zugutekommen. Außerdem macht sich Deutschland auf diese Weise für den immer stärker zu beobachtenden Klimaschutz stark und unabhängiger von Rohstoffen aus Krisenregionen (z.B. Libyen) oder Ländern mit massiven Menschenrechts- oder Bürgerrechtsverletzungen (z.B. Russland, China, Iran, etc.), stellt Vorstandsmitglied Dr. Andreas von Heßberg im besonderen heraus.
Im Landkreis Bayreuth und der unmittelbaren Umgebung gibt es schon heute einige Kommunen, die erfolgreich regionale Energiekonzepte erschaffen haben oder planen (z.B. Speichersdorf, nordwestlicher Landkreis Neustadt/Waldnaab) oder schon einen hohen Anteil an regenerativer Energie in ihrem Strommix besitzen (z.B. Stadt Creußen 60%). Die Chance in unserem Landkreis Bayreuth besteht im weiteren Ausbau der Solar- und Windenergie, sowie der Energieeinsparung und energetischen Altbausanierung.
Bei der Ausweisung neuer Windenergiestandorte gibt es einen aktuellen Katalog der Vorranggebiete in Nordostbayern. In einigen Kommunen stößt diese Flächenausweisung auf massive Kritik, in manchen Kommunen möchte man größere Flächen ausweisen und einige Kommunen sind noch nicht ausreichend gründlich über die Sachlage informiert.
Nur durch die Einbindung der Kommunen und der BürgerInnen vor Ort ist der Einstieg in die regenerativen Energien zu schaffen und die Wertschöpfung in der Region zu halten.
Die GRÜNEN im Landkreis Bayreuth laden daher zu einer Informationsveranstaltung am 11. Juli nach Mengersdorf ein. Der Hauptreferent ist Herr Wolfgang Haberberger, Bürgermeister von Neustadt am Kulm und Vorstandsmitglied der interkommunalen Genossenschaft „Neue Energien West“ (NEW). Die Genossenschaft NEW ist ein vorbildlicher Streiter im Kampf gegen die Abhängigkeit von großen Energieversorgern und schafft es, die regionale Energieerzeugung in Bürgerhände zu geben.
Der Referent wird allen Interessierten erklären, wie die praktischen Schritte zur kommunalen Energieversorgung der Zukunft aussehen könnten und wie man die BürgerInnen erfolgreich mit einbezieht.
Wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung ein und freuen uns, Sie begrüßen zu können.
Ort: Gutshof Mengersdorf, Mengersdorf 26, 95490 Mistelgau / Obernsees
Zeit: Montag, 11. Juli 2011, 19:30 Uhr
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Hofmann Dr. Andreas von Heßberg R. van de Gabel-Rüppel
Vorstandssprecher Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes





